Borderline: Komplementärstörung Narzissmus - meine Mutter?

 

 

 

Durch eine Begebenheit im Bekanntenkreis und danach lesen vieler Beiträge im Internet, denke ich meine Adoptivmutter hat zumindest einige Aspekte von Borderline in sich und auch von Narzissmus.

 

Die Unterschiede werden hier beleuchtet: http://www.grenzwandler.org/borderline-und-narzissmus-die-unterschiede/

 

Ich kann im Moment nicht genau sagen, was die Frau, die mich aufzog mehr hat.

Im normalen Leben war sie beruflich nicht erfolgreich, bezog aber gern Ämter, auch ehrenamtlich. Es war ihr immer wichtig, dass man sie annerkennt und ihre "besonderen" Leistungen. Da es beruflich nicht so klappte, war wohl ihre Familie das Betätigungsfeld.

 

Kontakte hat sie mitlerweile nur noch wenige und kaum noch persönliche. Früher waren ihre Bekannten oft ältere Damen, so eine Art Mutterersatz? Oder Personen, die ihr aus ihrer Sicht  "nie das Wasser reichen konnten". Sie redete mitunter auch herablassend über diese oder erzählte ihr anvertraute Geheimnisse, um sich damit wichtig zu machen. Sie besuchte diese Leute auch kaum selbst, zu einigen wurde später, über Jahre nur noch ich geschickt. Sie versteckte sich immer gern hinter ihren Unpässlichkeiten.

 

Ist das nun mehr Borderline, als Narzissmus? Wobei es nicht so wichtig ist für mich, entscheidend ist, was sie getan und angerichtet hat und das sie sich bis heute nie selbst hinterfragt, nie professionelle Hilfe gesucht hat.

 

Wie kam ich zu dem Thema? Es war ein Vorfall im Bekanntenkreis, das Verhalten erinnerte mich so an meine Adoptivmutter. Und dann erfuhr ich, die Person hat Borderline. Ich hatte vorher nie wirklich etwas darüber gehört.

 

Einige Tage später kam dann alles "zu mir" und alles was ich las und erfuhr, war erschütternd, ließ mich aus ganzem Herzen weinen und erstarren, aber es erklärte auch so Vieles.

 

Es war eine Art Erleichterung in mir, endlich die Bestätigung, ich bin nicht falsch und auch mein Gefühl schon als Kind war richtig, das mit meiner Adoptivmutter irgend etwas nicht stimmt. Das macht mir auch das Aufarbeiten leichter, ich habe den Eindruck voran zu kommen. Trotzdem war anfangs auch eine Art Wut in mir, sie hat also schon mindestens 40 Jahre eine Persönlichkeitsstörung oder mehrere und niemand hat es bemerkt oder zur Behandlung geraten. Das ist echt krass!

 

Was ist Borderline? Ich kann da auch nur Texte aus dem Web zitieren, aber was ich darüber las, bringe ich heute mit meiner Adoptivmutter in Verbindung.

 

Zitat: "Bei dieser Störung sind bestimmte Bereiche der Gefühle, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert."

Borderline und Narzismus - beides vermischt sich oft miteinander, eine eindeutge Diagnose ist schwierig, selbst wenn die Jenigen zum Arzt gehen würden. Borderline ist nicht heilbar!

 

Ja, paradox war es bei uns zu Hause und irgendwie verhielt meine Adoptivmutter sich immer komplett anders, als die Mütter meiner Freundinnen, egal in welcher Situation. Bei uns war immer alles anders, als bei anderen, sie reagierte immer völlig anders, ... so fühlte ich es als Kind!

 

So nach und nach kommen weitere Erkenntnisse dazu, durch Lesen im Internet, in Foren und Vergleichen mit dem was ich erlebt habe. Es wird immer klarer - meine Adoptivmutter (jetzt über 80) hat unbehandelte Persönlichkeitsstörungen seit mehr als 40 Jahren. Es gibt also jetzt einen "Namen" für das was sie ist, wie ihr psychisches Profil ist. Das hilft mir zu verarbeiten und auch nicht mehr das Gefühl zu haben, mich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Nein! Es war und ist krank und destruktiv in meinem Elternhaus! Liebe - sie weiß nur wie dieses Wort geschrieben wird. So war es immer mein Eindruck. Und der Vater konnte wohl nicht anders, weil er selbst ohne Liebe aufwuchs und mit seinen eigenen Wunden und sich selbst beschäftigt war.

 

Nach Außen hat sie ihren Hass immer gut kaschiert, und wer etwas ahnte schwieg. Nachbarn sagten zu mir, als ich Erwachsen war: "Du hast uns früher manchmal Leid getan." Schön, und half mir das als Kind?  Später half es mir auch nicht wirklich, zeigte mir nur, dass ich mich nicht irrte aber das volle Ausmaß begriff ich erst mit über 40. Ich hatte auch sehr viele Begebenheiten vergessen oder und verdrängt.

 

Es gab vor vielen Jahren für 2 Jahre keinen Kontakt zu meinen Eltern. Beziehungsweise sie haben nach einem Streit wütend zeternd meine Wohnung verlassen und ab da war ich für sie wie gestorben. In der Zeit kamen böse Briefe von meiner Adoptivmutter an mich, mein Adoptivvater wird  von ihren Briefen an mich nichts wissen. Ich schrieb ihnen damals nur kurz zu Feiertagen und auch mein Kind. Sie schrieb einige Male zurück u. a. ich hätte den Lebensmut von meinem Vater zerstört, weil ich ja vor Jahren wissen wollte, wer meine leiblichen Eltern sind. Ich antwortete ganz sachlich und direkt, in etwa das ich traurig darüber bin, das sie mich nicht so lieben und annehmen können wie ich bin. Ich habe sie immer als meine Eltern akzeptiert. Mein Adoptivvater schrieb mir keine Zeile, meldete sich während dieser Zeit nicht bei mir. Angeblich, so schrieb meine Adoptivmutter, las er auch meine Lebenszeichen in dieser Zeit nicht. Er schrieb nur seinem Enkel! Der Vater, den ich bis dahin anghimmelte, der immer wie auf einem "Sockel" stand, auch für ihn war ich wie gestorben!

 

Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und den Kontakt vorsichtig wieder aufgenommen.

 

Später habe ich das bereut, dass ich die Tür damals nicht ganz zu gelassen habe, ich hätte mir so viel weiteren Kummer erspart! Es hat mich danach eine Zeit lang fast aufgefressen und krank gemacht, es war so anstrengend und ich wusste nicht, was ich tun soll. Die alten Eltern nun im Stich lassen, das konnte und wollte ich nicht!!!

 

Aber irgendwann spitzte sich alles zu, das steht auf den folgenden Seiten.

 

Speziell was ich über die Mittel las, die Borderliner gegen andere verwenden, schockieren mich und ich möchte es gern aufführen mit meinen eigenen Erfahrungen dahinter.

 

wie z.B.:

 

- kein Einfühlen in kindliche Bedürfnisse: Normale Sachen wie eine Mutter ihr Kind zu versorgen hat sind für sie eine extreme Belastung und Aufopferung - Füttern, Wickeln - alles an normalen Aufgaben kommt ihr vor wie aussergewöhnliche Aufopferung, wofür sie unendliche Anerkennung,  Lob und Dankbarkeit erwartet. Im Gegenzug beutet sie aus, ohne Schuldgefühle dabei zu haben. Ich war das Aschenputtel, AUFGABEN mussten mit zunehmendem Alter mehr und mehr nach schriftlichem ZEITPLAN ERLEDIGT und abgehakt werden - mit Uhrzeitangabe!  Ziel war auch, dass ich nie fertig wurde und nie freie Zeit für mich hatte (Der Zeitplan lag offen rum, mein Adoptivvater fand das anscheind nicht komisch!?) Ich machte qusi den ganzen Haushalt, musste trotz vorhandener Waschmaschine das Meisste meiner Wäsche mit der Hand waschen. Meine Kinderstrumpfhosen wusch ich, seit ich 7 Jahre alt war selbst!

- extreme Kontolle: quasi ihr HOBBY, was ich anzuziehen hatte, was ich sagen soll - wenn ich bei jemandem was abgeben sollte, Zeitplan, das sie jahrelang zu Hause blieb angeblich wegen mir, mit 15 musste ich noch Mittagsschlaf machen, so behielt sie mich ständig um sich. Sie trommelte mit ihren Fäusten aus voller Kraft auf meinen Kopf, bis ich in der Küchenecke in Hocke zusammensackte - nur weil ich die 2. Scheibe Brot zum Früchstück nicht essen wollte. Trotzdem war ich für alle ihre Nöte und Sorgen Zuhörer und Partnerersatz, so konnte ich oft bis spät in die Nacht nicht schlafen gehen, ich musste ihr zuhören. Alles wurde kontrolliert und sie fand immer ein ABER. NIn war es gut genug.

- Entzug jeglicher Privatssphäre:  LEIDER AUCH DAS, sie hat mein TAGEBUCH GEÖFFNET, BRIEFE die an mich adressiert waren  WEGGENOMMEN, etc. Freundinnen AUSGEFRAGT UND DANN weggeschickt denn ich hatte ja noch x Aufgaben zu erledigen, sie hat meiner Lehrerin meinen persönlichen Briefwechsel mit meinen russischen und algerischen Brieffreunden gezeigt. Den musste ich akribisch in einen Ordner einheften, mit allen Übersetzungen. Sie hat das auch ständig kontrolliert.

 

- Intimsphäre hatte ich keine: auch als ich bereits 18 Jahre alt war, kam sie jeder Zeit ohne anzuklopfen ins Bad (welches nicht abschließbar war), wenn ich dort duschte oder die Toilette benutzte. Sie kontrollierte meine benutzten Monatsbinden als ich 13 war, ich musste sie ihr Monate lang zeigen", ich könnte ja krank sein. Mit ca. 12  musste ich ihr ein Zäpfchen rektal (mit einem Gummifingerling) einführen, sie war nicht unbeweglich oder schwerstkrank. (mich ekelt es heute noch). Es ist einfach nur pervers. So erniedrigt man Strafgefangene.


- niemals eine Einsicht / Selbstreflektion: bis heute nicht, STREITEN bis auf´s Messer wie man so sagt, sie hat immer Recht, ein "NEIN" von anderen ist für sie unakzeptabel.  Sie hasst heute noch ihre jüngere Nichte, weil sie damals lieber mit dem Nachbarsjungen spielte, als sie von der Arbeit abzuholen.

 

- absolut kein Unrechtsbewusstsein: sie nahm Lieblingsspielzeug einfach weg und verschenkte es freudig an Nachbarskinder, zerstörte Sachen, nahm später  von mir selbstbezahlte Kleidung einfach weg und verschenkte diese. Sie war dadurch immer gut angesehen, bei anderen. Einmal ein Gastgeschenk für mich - sie bekam Blumen und behielt das Geschenk für mich ein. 30 Jahre später beim Ausmisten bei ihr gab sie es mir mit den Worten :"Das war ja schon immer deins." - ohne Reue ohne Scham!


- Missgunst und Neid:  auch bis heute, auch Eifersucht, sie war immer (auch als ich klein war) auf mich eifersüchtig, mein Vater würde mich mehr lieben als sie, als ich meinen ersten festen Freund hatte ist sie fasst ausgetickt sie hat mich beschimpft, mich mit Ausdrücken beleidigt. Adressen wurden nicht weiter gegeben von Cousienen die später auf Familienfesten nach mir fragten. Meine Freundinnen, sie hat sie mir alle schlecht geredet, auch als ich bereits erwachsen war. "Pass blos auf, vertaue nicht!" war immer ihr Spruch. Es sollte nur sie geben für mich.

 
- Schüren von Ängsten bis Erpressung:  SIE LÄSST SICH SCHEIDEN UND ICH MUSS BEI IHR BLEIBEN, wenn ich Vater jeh etwas erzähle (wenn er mich nach Blessuren, Beulen am Kopf, Schrammen im Gesicht von ihr fragte) weil sie ja bei der Jugendhilfe arbeitet. "Ich bekomme dich sowieso! war ihre Warnung, ab da wo ich 12 war!

- Verhöhnung und bei anderen schlecht machen:  - DU WIRST NIE SEIN WIE ANDERE KINDER, Du bist labil, du weißt das du krank bist! Auch Schulkameraden von mir erzählt, ich sei krank (was nicht so war)

 

- Verantwortlichkeit für "Glück" des anderen: MANCHE MUSS MAN ZU IHREM GLÜCK ZWINGEN GLAUBT UND SAGT SIE bis heute. "Junge Bäume muss man stutzen, damit sie gerade wachsen", "Meine Mutter hatte lockere Handgelenke (ihre Mutter gab ihr öfter mal eine Backpfeife) und ich habe es geerbt." sagte sie auch vor Nachbarn und anderen Leuten gern und beinahe stolz.

- Aufstellung von unsinnigen "Regeln" :  TRINKEN aus Tasse NEU ERFUNDEN (Man muss den Mund dabei ganz weit aufsperren, nicht so wie ein Püppchen vornehm trinken  - wurde X-Mal mit Schlägen und Verhören stundenlang exerziert); ESSEN MIT Vaters HosenGÜRTEL UM MEINE ARME AN DEN KÖRPER FEST GEZURRT :( DAMIT DIE ELLENBOGEN NICHT ABsTEHEN. 1x hat mein Vater das auch gesehen und ist nur kopfschüttelnd in den Garten gegangen. Für mich heute unfassbar! Er hat es gesehen und hat nichts unternommen!

 

Schaffung von Schuldgefühlen und starker Unsicherheit:  - zu IHREM GEBURTSTAG haben Papa und ich zusammen für sie ein Geschenk gekauft, ich war erst 7 Jahre alt und hatte noch kein eigenes Taschengeld, Als ich mit ihr dann alleine war sagte sie mir: "du hast mir nichts geschenkt, das Geschenk ist von Vati!". Oder meine Oma schickte mir mal Geld, damit ich  für meine Mutter 1 Alpenfeilchen zum Geburtstag kaufe, mit Gruß von ihr. Tage vorher meinte meine Mutter: "Kauf mir bloß kein Alpenfeilchen, die halten nicht lange!" So stand ich zwischen Oma und Mutter und wusste nicht ein noch aus mit ca. 12. Ich kaufte das Alpenfeilchen, weil ich der Oma das eh nie hätte erklären können und bekam riesigen Stress mit meiner Mutter. Ausserdem war das Besorgen ansich in unserem winzigen Ort schon mehr als schwierig damals. Geburtstage und Weihnachten lösten immer Unbehagen in mir aus. Ich konnte quasi nie das Richtige tun.

 

- Doppeldeutige Botschaften  - sie wie z.B. "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" das war auch ein Prinzip von ihr. Du steckst immer in der Klemme, kannst es auch nie richtig machen und bekommst somit immer Ärger, stehst immer unter enormen Stress. Das kann schwere Narben (bis Schizophränie) bei den Opfern hinterlassen!

 

 

Meine Kindheit dort war enormer Stress und Angst - täglich !

 

Die Liste lässt sich noch weit verlängern. Das ist sehr schmerzlich, es zieht sich alles in mir zusammen, das Herz tut weh, es nun so deutlich aufgereiht zu lesen. :(

 

Es soll die Borderline Mütter in verschiedenen "Typen" geben, Königin, Hexe, Einsiedlerin. Meine ist für mich eindeutig die Hexe. Daher habe ich später auch immer gesagt: "Sie ist die bösartigste Hexe, die ich kenne.".

 

Die Botschaften der »Hexe« an ihr Kind:

  • Ich könnte dich umbringen.
  • Das wird dir noch leid tun.
  • So kommst du nicht davon.
  • Du hast es verdient zu leiden.
  • Ich wäre besser dran ohne dich.
  • Du entkommst meiner Kontrolle nie.
  • Als deine Mutter ist es mein Recht, dich zu kontrollieren.
  • Das wirst du mir bezahlen.

 

Typische Gedanken für Kinder mit einer BL-Mutter:

  • Ich weiß nie, was mich erwartet.
  • Ich vertraue ihr nicht.
  • Sie sagt, es ist nicht geschehen.
  • Bei ihr fühle ich mich schrecklich.
  • Alle anderen denken, sie sei ganz großartig.
  • Es geht immer um alles oder nichts.
  • Sie ist so negativ.
  • Sie flippt aus.
  • Manchmal kann ich sie nicht ausstehen.
  • Sie macht mich verrückt.

 

Es stimmt alles zu 100 Prozent :(

Und es wird auch Anteile von Narzissmuss in ihr geben. Vieles vermischt sich da und ist fließend.

 

Ein Borderliner übernimmt keine Verantwortung für seine Handlungen bzw. sein Verhalten. Es sind immer die anderen Schuld. Abgegebene Versprechen haben keine Bindung.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Fähigkeit Sachverhalte inhaltlich & chronologisch richtig wiederzugeben sehr eingeschränkt ist. Ein Borderliner nimmt sich selbst als „weiß“ wahr, d.h. selbst wenn er sich objektiv daneben benommen hat wird er/sie den Sachverhalt vor Dritten verklären um selbst gut dazustehen und Zuspruch zu erhalten.

Frauen mit einer Borderline-Störung, deren eindrückliches Merkmal die Stabilität in der Instabilität ist, Frustrationsintoleranz, Störung der Impulskontrolle, unterhalten auch Beziehungen zu chaotischen Männern, die gemeinsam mit ihnen im schlimmsten Fall eine Folie a deux bilden und somit wenig zur Unterstützung ihrer Kinder beitragen können. Sie haben eher mit sich selbst zu tun.  Der »Fischer«  (wie Christine Ann Lawson den Typ Mann in ihrem Buch (Borderline-Mütter und ihre Kinder beschreibt und dieser Typ passt zu meinem Vater), hat sich selbst hilflos im Netz der »Hexe« verfangen. Sie alle lassen ihre Kinder emotional im Stich und brauchen selbst erst eine Therapie, um intervenieren zu können. Sie versagen deshalb, weil sie selbst ihre schmerzhaften Erinnerungen an eigene Verletzungen in ihrer Kindheit verdrängen mussten.

 

 

Woran erkennt man einen Narzissten?

Reinhard Haller ist Psychiater und Autor des Buchs „Die Narzissmusfalle“. Er schreibt:


"Ich mache das an den vier „E“ 's fest. Zunächst einmal die Egomanie, die Selbstbezogenheit. Dann ist da diese wahnsinnige Empfindlichkeit. Narzissten sind immer schnell gekränkt. Des Weiteren kennzeichnet sie ein Empathie-Mangel, die Unfähigkeit, sich in Mitmenschen hinein zu fühlen. Und schließlich: die Entwertung anderer".

 

Auch dieses Verhalten kann ich meiner Adoptivmutter zuordnen. Oder man sagt - sie ist einfach von Grund auf BÖSE! Eine "Krankheit" entschuldigt meist auch irgendwo. Ich möchte hier keine Entschuldigungen finden, ich kann es einfach nicht. Und sie bat auch niemals um Entschuldigung! Sie hält sich für völlig in Ordnung und alles lag nur an mir, was sie tun musste. Ich war ein schwieriges und krankes Kind in ihren Augen.

 

 

Ich habe als Kind jeden Tag die Stunden gezählt, bis mein Vater nach Hause kam, um mich etwas sicherer zu fühlen!

 

Es gab keine Sicherheit, kein Urvertrauen, keine Geborgenheit für mich! 

 

Rasende Wut, das war sie von einer Sekunde zur anderen, wie im Wahn und wegen nichts. Sie war total unberechnenbar und böse!

 

In dem Buch "Borderline-Mütter und ihre Kinder" werden diese Erlebnisse von der Heftigkeit mit den Erlebnissen von Insassen von Straflagern oder Konzentrationslagern verglichen. Ich war geschockt, als ich es las,  aber ich kann es auch nicht von der Hand weisen.

 

Auch was hier über die nazisstische Mutter geschrieben wird passt genau.

http://umgang-mit-narzissten.de/narzissten-in-der-familie/

 

  • Sie erwartet von den Kindern, dass sie so werden, wie sie es möchte 
  • Sie empfindet die kleinsten Abweichungen von ihren Regeln als Vertrauensmissbruch und stellt die Kinder unmittelbar zur Rede
  • Sie glaubt, das Kind besser zu kennen, als es sich selbst
  • Sie bestimmt, was die Kinder zu denken und zu fühlen haben und erwartet sogar, dass sich die Kinder daran halten
  • Sie vergisst nie und ist nachtragend
  • Sie wird jedes lang verjährte Fehlverhalten des Kindes wieder auftischen, um Schuldgefühle zu erzeugen, usw.

 

 

Ich weiß heute, ich bin nicht allein. Es gibt so viele Betroffene, die ein ähnliches Schicksal teilen, mehr als man glaubt.

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Gedicht von Susanne Kobrow

 

 

*Gequälte Kinderseele*


Wenn
eine gequälte Kinderseele
weint
fallen rote Tränen
aus einem blutenden Herzen
zerspringen
in ihrem Bewusstsein
wie Kristallglas
bohren scharfe Splitter
tief hinein
und lassen diese Seele
nie wieder
so fröhlich sein
wie sie es gerne wäre.

~*~

© By Su