Adoption - Suche nach Herkunft / Verwandten - offene Fragen

Ich mit ca. 1 Jahr und 3 Monaten

 

 

 

Ich greife auch dieses Thema nach Jahren wieder kurz auf. 

 

Es gibt viele Betroffene, die heute noch auf der Suche sind, nach ihren Wurzeln, nach Verwandten und wo Fragen offen sind.

 

Ich selbst begab mich direkt nach der "Wende" auf die Suche. Nachdem meine Adoptivmutter mich immer "nach weißem Sand" geschickt hat, sprich mir meine Fragen nie ehrlich beantwortete, zog ich los zu einer monatelangen, abendteuerlichen Suche nach meiner Herkunftsfamilie. Alleine der damalige Name war mir nicht bekannt, wo also anfangen zu suchen?

 

Meine Adoptivmutter bekam damals, als sie mich zuerst als Pflegekind bekam unerlaubterweise Akteneinsicht und sie hatte auch meinen original Impfausweis mit meinem Herkunftsnamen! Aber diesen sollte ich erst mit über 20 Jahren erfahren, als ich meine Adoptiveltern besuchte und sie beide zusammen ganz direkt danach fragte und auch sagte, das nur dieses Thema der Grund meines Besuches ist. Diesen Besuch und meine Fragen, verzeichen sie mir beide bis heute nicht!

 

Mit diesem Namen und auch der Adresse meiner leiblichen Großeltern, die ich quasi mit Nachdruck einfordern musste, begann dann das Abendteuer - Herkunftssuche. Ich muss dazu noch sagen, meine Adoptivmutter erzählte mir früher über die Jahre verteilt ja immer Bruchstücke über meine Herkunftsfamilie und erwähnte auch, Bilder die in einem Briefumschlag im Briefkasten waren mit der Bitte um Kontakt zu mir. Meine Großeltern wollten verdeckten Kontakt, meine Adoptivmutter lehnte dies jedoch ab. Sie wollte ihren Machteinfluss einfach nicht teilen. Die Fotos habe ich bis heute nicht gesehen. Leider kenne ich auch das Foto meines leiblichen Vaters nicht, der einige Monate nach meiner Geburt tötlich und misteriös in der Wohnung meiner leiblichen Mutter durch eine herunter gerissene Gasleitung verunglückte. So berichtete es mir zumindet meine leibliche Großmutter, als ich sie mit ca. 26 Jahren fand.

 

Angeblich gab meine Adoptivmutter diesen Umschlag mit Fotos beim Jugendamt ab. Aber in meiner Akte, die 99 Jahre aufgehoben werden muss, waren diese Fotos nicht! Ich vermute, sie hat gelogen und die Fotos vernichtet oder sie sind noch in ihrem Besitz.

 

Meine leibliche Mutter und meine Großmutter habe ich dann Monate später "gefunden" und kontaktiert. Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihnen. Allerdings war es wichtig für mich, sie zu sehen, mit ihnen zu sprechen. Es sind kleine Pussleteile die vorher fehlten. Bei einigen Eigenarten oder auch staturmäßig weiß ich heute, woher ich es habe, es war einfach total wichtig!

 

Ich denke Kinder, die in Babyklappen gegeben werden, die annonym adoptiert wurden - haben ein Leben lang offene Fragen in sich, weil sie nicht genau wissen woher sie kommen, was ihre Wurzeln sind!

 

Jeder hat das Recht seine Herkunft zu kennen! Akten auf Ämtern zum Thema Adoption müssen 99 Jahre aufbewahrt werden!

 

Ich habe noch einiges zusammengetragen, was denen die noch auf der Suche sind, eventuell weiterhelfen wird:

Auf dem Standesamt kann jeder seine Abstammungsurkunde verlangen - gegen Gebühr. Darin stehen dann die Namen der leiblichen Eltern und der Geburtsname.

Das Jugendamt (welches damals zuständig war) muß Akten zum Thema Adoption 99 Jahre lang aufheben!!! Betroffene haben das Recht auf Akteneinsicht. 

Beim Einwohnermeldeamt kann man Adressen der leiblichen Eltern suchen lassen  eventuell auf Antrag mit Begründung - Adoption ist ein Grund!!! Falls sie verzogen sind gibt es ein Archiv des Melderegisters, dahin wenden, jede Auskunft allerdings gegen Gebühr.